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Reha-Klinik Lipperland, komplett renoviert, direkt am Kurpark / Landschaftsgarten gelegen. Nur wenige Minuten Fußweg ins Zentrum von Bad Salzuflen und zu den Salinen.

Eingangsbereich der Reha-Klinik Lipperland
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Die Reha-Klinik Lipperland wurde 1971 erbaut und von 1985 bis 1987 grundlegend modernisiert. Eine weitere Umbauphase (Brandschutz, Barrierefreiheit ect.) schloss sich in den Jahren 2008 bis 2011 an. Die Klinik ist seit 2001 auf die Behandlung psychosomatischer Erkrankungen spezialisiert. Die Behandlungen erfolgen sowohl stationär als auch ambulant in teilstationärer Form.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit der psychosomatischen Nachsorgebehandlung im Rahmen der intensivierten Rehabilitations-Nachsorge der Deutschen Rentenversicherung Bund (IRENA).

Klinik Lipperland - Methoden übergreifende  Rehabilitationsbehandlung – störungsspezifische Behandlungsangebote

Die Klinik Lipperland ist eine Rehabilitationsklinik für Menschen mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen.  Es kommen verschiedene Behandlungsmethoden entsprechend den Ausführungen des § 26, SGB IX zum Einsatz. Danach ist die Grundlage eine Behandlung durch Ärzte und anderer Heilberufe unter ärztlicher Verantwortung. An Methoden sind neben Arzneimitteln, Hilfsmitteln und Arbeitstherapie im Absatz 5, § 26 SGB IX genannt: “Psychotherapie als ärztliche und psychotherapeutische Behandlung.“

Hierbei ist die methodische Grundlage der psychotherapeutischen Behandlung in der Klinik Lipperland die psychodynamische Psychotherapie. Dabei kommen verbale und körperorientierte Verfahren zum Einsatz. Die Bedeutung der Kreativtherapien, insbesondere der Körperpsychotherapien im Sinne einer „Neuropsychotherapie“ (GRAWE 2004) ist  zum Verankern und Erproben neuer Verhaltensmuster ein besonders bedeutsamer Behandlungsteil und gehört zu den „Essentials“ psychosomatischer Rehabilitation (OLBRICH 2004, 2007).  Sie wird bei uns wie in vielen anderen psychosomatischen Kliniken umfassend genutzt (OLBRICH 2004). Zusätzlich wenden wir ergänzend Verhaltenstherapie, systemische Therapien und psychoedukative Verfahren an.
Entsprechend den Strukturmerkmalen psychosomatischer Kliniken im Qualitätssicherungsprogramm der Rentenversicherung (KAWSKI & KOCH 1999) wird die Klinik Lipperland den Kliniken zugeordnet, in denen sowohl tiefenpsychologische als auch verhaltensmedizinische Behandlungsangebote durchgeführt werden.
Ziel ist der Einsatz wissenschaftlich fundierter Methoden, sofern sie zum definierten Erreichen der Rehabilitationsziele der Patienten Erfolg versprechend einzusetzen sind. Die Behandlungsziele in der Klinik Lipperland orientieren sich an einer in der Rehabilitation erforderlichen Problemorientierung der Angebote, bezogen auf spezifische Aktivitätsstörungen der Rehabilitanden.

Dieses orientiert  sich am im SGB IX, §26, Abs.1 und 2 formulierten Grundsatz der Beseitigung oder Minderung chronischer Krankheiten, um damit Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit zu vermeiden, zu überwinden oder weitere Verschlimmerungen zu verhüten.

Vor diesem Hintergrund werden die tiefenpsychologischen Methoden eingesetzt, um über ein besseres Ursachenverständnis Patienten Verhaltensänderungen möglich zu machen. Verhaltenstherapeutische Methoden sollen der aktiven Bewältigung entweder von spezifischen Problemen (z.B. soziale Einschränkung bei Angst) oder der besseren Bewältigung von manifesten Symptomen (z. B. Schmerzbewältigung) dienen. Hinzu kommen Elemente aus der systemischen Therapie, bei denen es um ein Wahrnehmen der gesunden Anteile im Sinne einer Ressourcenaktivierung in Anlehnung an das Salutogenesekonzept von ANTONOVSKY (LAMPRECHT & JOHNEN 1994) geht. Nützlich hierfür sind auch Elemente des Gesundheitstrainings, die alle Patienten während ihrer Reha-Behandlung kennen lernen.
Die Methoden des ressourcenorientierten Selbstmanagements (STORCH & KRAUSE 2005) sind insbesondere bei Themen der Bewältigung von Anforderungen in Arbeit und Beruf besonders gut zu nutzen,  so dass wir diese Elemente in speziell konzipierten berufsbezogenen, lösungsorientierten Psychotherapiegruppen anbieten.

Diese Behandlungsangebote sind für Patienten mit einer von ihnen beschriebenen und subjektiv erlebten Leitsymptomatik konzipiert worden. Nach der Aufnahmeuntersuchung und einer „Diagnostikphase“ werden die Patienten entsprechend ihrer Leitsymptomatik über die Behandlungsangebote und –grundsätze informiert.
Grundlage der psychosomatischen Rehabilitation ist die Teilnahme an der Basistherapie. Diese ist für alle Patienten obligat.

Darüber hinaus kommen weitere Behandlungen zum Einsatz, die abhängig von Indikation, individuellen Rehabilitationszielen und Motivation des Patienten eingesetzt werden (fakultative Therapieangebote).  Die Indikation für psychotherapeutische Behandlung orientiert sich an den allgemeinen Grundsätzen zum Einsatz tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie wie sie auch in der ambulanten Richtlinienpsychotherapie praktiziert wird. (FABER, HAARSTRICK 2003).
Patienten erhalten Rehabilitationspläne, aus denen Art und Aufteilung der Behandlungsangebote gut ersichtlich sind, und die EDV gestützt erstellt werden.

Für folgende Gruppen bestehen indikative, störungsspezifische Behandlungsangebote als Behandlungsschwerpunkte:

  • Depression“
  • „chronische Schmerzkrankheit (Körperschmerz)“
  • „Migräne und andere Kopfschmerzformen“
  • „somatoforme Störungen“
  • „Angsterkrankungen“ mit
  • Sonderform phobischer Schwindel

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